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Regina Görner, Foto: IG Metall

Gespräch mit Regina Görner zur Beteiligung der IG Metall auf dem Kirchentag in Dresden

"Mit den neoliberalen Irrtümern aufräumen"

01.06.2011 Ι Mit einem eigenen Stand und dem Kampagnentruck wird die IG Metall auf dem Evangelischen Kirchentag vertreten sein, der morgen in Dresden eröffnet wird. Vorstandsmitglied Regina Görner erklärt im Interview, welche Botschaften die IG Metall dort vermitteln will und warum es wichtig ist auf dem Kirchentag Präsenz zu zeigen.

Die IG Metall ist in Dresden zum dritten Mal auf einem Kirchentag präsent. Passen Gewerkschaft und Kirche denn überhaupt zusammen?

Regina Görner: Ich kenne diese skeptische Haltung. Viele denken, auf dem Kirchentag wird nur gebetet. Das ist natürlich Unsinn. Die IG Metall findet dort mit ihren Themen ein interessiertes Publikum. Die Besucher an unserem Stand sind erfahrungsgemäß eher selten Gewerkschaftsmitglieder. Oft sind es gerade junge Leute, die sehr offen sind für den Dialog. Deshalb ist der Kirchentag mit seiner angenehmen, entschleunigten Athmosphäre eine Chance, die wir als Organisation unbedingt nutzen sollten.

Auch die anderen DGB-Gewerkschaften sind ja in Dresden vertreten.

Görner:
Richtig. Kirchentagsbesucher sind potentielle Bündnispartner für unsere Themen. Kirchentage sind prall gefüllt mit interessanten Veranstaltungen zu politischen Themen, die für uns große Bedeutung haben. Unsere Kampagne "Gute Arbeit - sicher und fair" passt genau hier hin. Deshalb kommt auch der Kampagnen-Truck der IG Metall nach Dresden.

Wo kann der Besucher des Kirchentages die IG Metall erleben?

 

Görner: Da ist zum einen unser Stand auf dem "Markt der Möglichkeiten", der sich auf dem Messegelände befindet. Viele interessante Gäste haben sich bei uns angekündigt, angefangen von SPD-Chef Sigmar Gabriel bis Heiner Geißler und Cem Özdemir. Auf der roten Couch am Stand finden moderierte Talkrunden mit den Gästen statt. Jeder Kirchentagsbesucher ist eingeladen zuzuhören und mitzudiskutieren. An einem zweiten Standort vor dem DGB-Gewerkschaftshaus in Dresden wird der Kampagnen-Truck der IG Metall stehen. Dort gibt es Materialien zu unserer Kampagne "Arbeit sicher und fair - Junge Generation". In einer Chill-out-Zone kann man sich vom Kirchentagsbetrieb ausruhen, sich mit Freunden zusammensetzen, und ein Glas Wasser gibt es auch. 

Am Freitag wird Du in einem Forum in der Dresdner Frauenkirche mit Kurt Biedenkopf und EKD-Präses Nikolaus Schneider über das Thema diskutieren "Welche Wirtschaft macht uns glücklich?" Was erwartet den Besucher?

Görner: Die IG Metall-Positionen liegen auf der Hand. Wir müssen die internationalen Finanzmärkte regeln, um die Risiken für die Weltwirtschaft mit ihren Konsequenzen für Beschäftigung zu verringern. Ganz wichtig ist der Energieumstieg. Fukushima hat uns deutlich gemacht, wie nah wir am Abgrund stehen. Außerdem brauchen wir eine Stärkung der Mitbestimmung, auch auf internationaler Ebene. Wir müssen mit den neoliberalen Irrtümern aufräumen, da ist gottseidank in letzter Zeit einiges in Bewergung gekommen.

Was ist Dir persönlich wichtig, wenn Du auf dem Kirchentag die IG Metall repräsentierst?

 

Görner: Ich möchte rüberbringen, dass die IG Metall eine lebendige Organisation mit vielen Facetten ist. Es macht Spaß dabei zu sein, ohne dass die Inhalte flach und beliebig sind. Wir haben eine Facebook-Seite zu unserem Kirchentagsauftritt, mit Bildern und Chats gemacht. Da ist jeder eingeladen reinzuschauen und mitzumachen. Auch auf Youtube werden wir Inhalte einstellen, damit jeder, der nicht nach Dresden fahren kann, trotzdem sehen kann, was die IG Metall auf dem Kirchentag macht.      

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