3 Fragen an Bianka Huber

Die IG Metall hilft mit einer Beratungsstelle Geflüchteten mit Deutschkursen, Berufsberatung und offenem Ohr.


Wie unterstützt Ihr Geflüchtete im „Laden“, der Beratungsstelle der IG Metall in Frankfurt?

Bianka Huber: Wir beraten Geflüchtete kostenfrei zu ihren beruflichen Perspektiven, kümmern uns um die Anerkennung von Abschlüssen, erstellen gemeinsam Lebensläufe und unterstützen sie beim Austausch mit Behörden. Diese Sozialberatung ist enorm wichtig: Das Übersetzen, Erklären und Ausfüllen von Formularen nimmt immer mehr Raum ein. Die Geflüchteten können auch die Rechtsberatung einer Anwältin für Aufenthaltsrecht in Anspruch nehmen.


Womit haben Geflüchtete hierzulande die größten Probleme?

Das Sprachkursangebot ist zu gering. Es gibt viele allenfalls mäßige Anbieter. Fehlende Sprachkenntnisse sind ein enormes Integrationshindernis. Unsere Beratungsstelle „Der Laden“ hat da ein Alleinstellungsmerkmal: Wir helfen in elf Sprachen weiter und bieten Deutschkurse an ― mit besonderem Schwerpunkt auf alleinerziehende Frauen. Ein weiteres großes Problem ist gerade in Großstädten die Wohnungssituation: Viele Geflüchtete sind obdachlos, obwohl sie arbeiten.


Warum sind Anlaufstellen für Geflüchtete so wichtig?

Die Geflüchteten brauchen ein offenes Ohr und ganz konkrete Unterstützung für eine berufliche Perspektive. „Der Laden“ ist nun sogar an einem Projekt des Europäischen Sozialfonds beteiligt, mit dessen Hilfe Flüchtlinge in gute Ausbildung kommen sollen.

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