IG Metall
Kampagnen
IGMetall.de - Springe direkt:
Inhalt
                  
Altersvorsorge. Foto: Nerlich Images/Fotolia.de

Fürs Alter Vorsorgen

Die Qual der Wahl

Viele fühlen sich bei der Planung ihrer Rente und Altersvorsorge überfordert. Vor allem junge Menschen wissen selten über passende Angebote Bescheid und verschenken bares Geld. Eine kleine Orientierungshilfe rund um Riester, Betriebsrente und Entgeltumwandlung.
Wie erfahren Beschäftigte die Höhe ihrer späteren Rente, um dann eine zusätzliche Altersvorsorge zu betreiben?
Wer das 27. Lebensjahr vollendet und mindestens fünf Jahre in die gesetzliche Rentenversicherung gezahlt hat, erhält von der Deutschen Rentenversicherung jährlich eine Übersicht, mit allen Informationen über die voraussichtliche Rentenhöhe.

Wie funktioniert die Riester-Förderung (Netto-Entgeltumwandlung)?
Riestern lässt sich sowohl privat als auch betrieblich. Bei der Riester-Förderung erfolgt die Entgeltumwandlung aus Ihrem Nettoeinkommen. Das heißt, für Ihre Sparbeiträge haben Sie bereits Sozialversicherung und Lohnsteuer bezahlt. Der Staat fördert Ihre Altersvorsorge mit Zulagen und ggf. Steuervorteilen durch Sonderausgabenabzug.

Der gesamte Sparbeitrag setzt sich zusammen aus: Ihr Eigenbeitrag und den staatlichen Zulagen. Um die maximalen Zulagen zu erhalten, muss der gesamte Sparbeitrag 4 % Ihres Vorjahresbruttoeinkommens entsprechen. Maximal förderfähig sind 2.100 Euro für 2012. Sparen Sie weniger, erhalten Sie anteilige Zulagen.

Das sind die staatlichen Zulagen:
. Grundzulage: 154 Euro
. Kinderzulage: 185 Euro bzw. 300 Euro (für ab 2008 geborene Kinder)
. Berufseinsteigerbonus: 200 Euro (einmalig für unter 25-jährige)

Den Gesamtbeitrag (Eigenbeitrag plus Zulage) können Sie bis zu 2.100 € pro Jahr als Sonderausgaben steuerlich geltend machen. Ist Ihre Steuerersparnis höher als die staatliche Zulagenförderung, bekommen Sie diese Differenz vom Finanzamt erstattet. 

Wie funktioniert die Brutto-Entgeltumwandlung?
Hierbei verzichtet der Arbeitnehmer auf einen Teil seines Bruttogehalts. Dafür legt der Arbeitgeber dieses Geld zu Gunsten seines Arbeitnehmers in einer betrieblichen Altersversorgung an. Der Vorteil ist, der Beschäftigte spart bei der Brutto-Entgeltumwandlung Steuer- und Sozialversicherungsbeiträge. Bis 2.688 Euro im Jahr sind die Beiträge steuer- und sozialversicherungsfrei und zusätzlich weitere 1.800 Euro im Jahr steuerfrei.

Mehr Informationen dazu beim Versorgungswerk MetallRente im Abschnitt Entgeltumwandlung

Was ist, wenn sich die Einkommensverhältnisse ändern - zum Beispiel, weil es für die Kinder kein Kindergeld mehr gibt?
Für Beschäftigte, für die der IG Metall-Tarifvertrag zur Entgeltumwandlung gilt, ist der Wechsel zwischen den Förderwegen kein Problem. MetallRente, das gemeinsame Versorgungswerk von Gesamtmetall und IG Metall, bietet beide Förderarten an.

Mehr Informationen zu den Vorsorgelösungen bei MetallRente

Bleiben Ansprüche aus einer Betriebsrente beim Jobwechsel erhalten?
Ob Jobwechsel oder Arbeitslosigkeit: Alle Beiträge, die der Arbeitnehmer per Entgeltumwandlung selbst für eine Betriebsrente einzahlt, bleiben ihm. Für arbeitgeberfinanzierte Beiträge tritt die Unverfallbarkeit erst ein, wenn der Vertrag mindestens fünf Jahre läuft und der Arbeitnehmer das 30. Lebensjahr vollendet hat. Für Verträge ab 2009 wurde dieses Mindestalter auf 25 Jahre gesenkt.

Hintergrund: Jugendstudie zur Vorsorge
MetallRente, das Versorgungswerk von Gesamtmetall und IG Metall, befragte 2500 junge Erwachsene im Alter zwischen 17 und 27 Jahren zum Thema Jugend, Vorsorge und Finanzen. Die wichtigsten Ergebnisse:
  • Die junge Generation ist grundsätzlich bereit, selbst in die Altersvorsorge zu investieren. Gleichzeitig erwartet sie, dass der Staat sie bei ihrer Vorsorge fürs Alter nicht im Stich lässt.
  • Mehr als ein Drittel fühlt sich in Vorsorgefragen überfordert und hält sie für zu kompliziert. Viele schieben die Vorsorge daher auf die lange Bank.
  • Zu wenige nutzen die betriebliche Altersversorgung. Wer sie nutzt, zahlt einen viel zu geringen Betrag ein oder passt diesen während der Laufzeit selten dem tatsächlichen - in der Regel höheren - Einkommen an.
Links und Zusatzinformationen
Newsletter_2