1. September 2009 - Antikriegstag
Gerechtigkeit schafft Frieden
Auch 70 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkrieges sind wir auf allen Kontinenten mit Kriegen konfrontiert. Die Ursachen für die Konflikte sind unterschiedlich. Doch Gewalt wird nicht mit Gewalt eingedämmt. Deshalb muss die Botschaft lauten: Dauerhaften Frieden können nur Freiheit, Demokratie und Gerechtigkeit schaffen.
Die deutsche Bundeswehr befindet sich in Afghanistan im Krieg. Dieser Krieg ist militärisch nicht zu gewinnen. Die IG Metall und der DGB fordern von der Bundesregierung, die Bundeswehr schnellstmöglich abzuziehen. Stattdessen muss Afghanistan beim Aufbau einer nachhaltigen Zivilgesellschaft unterstützt werden.
Frieden schaffen ohne Waffen! Diese alte Forderung der Friedensbewegung ist unverändert aktuell. Die Menschheit muss endlich von der Geißel der Atomwaffen befreit werden. Ein erster wichtiger Schritt zu einer atomwaffenfreien Welt ist die Initiative des amerikanischen Präsidenten Obama. Wir fordern die künftige Bundesregierung auf, Obama bei seiner Initiative zu unterstützen und die verbliebenen Atomwaffen aus Deutschland abzuziehen.
Die globale Wirtschaftskrise öffnet die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter. Während die meisten die Zeche der Krise zahlen, bereichern sich enige wenige. Viele verlieren ihre Arbeitsplätze. In manchen Ländern müssen engagierte Gewerkschafter um ihr Leben fürchten. Klima- und Nahrungsmittelkrise verschärfen die Wirtschaftskrise. Kämpfe um Rohstoffe und Energiereserven sind zu befürchten.
Leider müssen wir feststellen, dass es bei den Verantwortlichen in der Politik und in der Wirtschaft kein Umdenken gibt. Konflikte, Krisen und Kriege werden nur vermieden, wenn der Wohlstand in und zwischen den Staaten gerechter verteilt wird. In diesem Sinne fordern wir alle wahlkämpfenden Parteien auf, sich für soziale Gerechtigkeit und gegen einen enthemmten Kapitalismus einzusetzen.
Weiterhin fordern IG Metall und DGB ein Verbot der NPD. Denn wer Frieden will, muss den Feinden der Freiheit und der Demokratie entschlossen entgegentreten. Alte und neue Nazis haben keinen Platz in unserem Land.
Leben*
Gemeinsam für ein Gutes Leben.
Nach dem Ersten Weltkrieg erklärten Gewerkschaften, Sozialdemokraten und Friedensgruppen den 1. August in Deutschland zum Friedenstag. Er sollte an den Kriegsbeginn 1914 erinnern.
Diese Tradition griff der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) nach dem Zweiten Weltkrieg wieder auf. Unter dem Motto "Nie wieder Krieg!" riefen die Gewerkschaften erstmals am 1. September 1957 zum Antikriegstag auf. In den späten 70er und in den 80er Jahren nahmen mehrere Zehntausend Menschen an den Kundgebungen des DGB für Frieden und gegen Gewalt teil. Auch in der DDR feierten die Menschen am 1. September den "Weltfriedenstag".
Heute organisieren Gewerkschaften und örtliche Friedensbündnisse wieder gemeinsam Aktionen und Gedenk- veranstaltungen zum Antikriegstag.

















