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Detlef Wetzel. Foto: IG Metall

Die Konsequenzen der Befragung: Jetzt muss was passieren!

Interview mit Detlef Wetzel

Wir haben die Menschen gefragt, was sich in der Politik ändern muss. Was hat die Umfrage ergeben?
Detlef Wetzel: Zunächst einmal eine enorm hohe Beteiligung. Mit mehr als 450.000 Antworten haben wir uns ein gutes Bild verschaffen können. Zusammenfassend lässt sich feststellen: Die Menschen sind unzufrieden mit der Politik in Deutschland. Sie erwarten entscheidende Änderungen. Diesem starken Votum geben wir nun eine starke Stimme und fordern die Parteien auf: Macht endlich Politik für die Mehrheit der Menschen.

Welche Ergebnisse sind besonders aufgefallen?
Wetzel: Nicht alle Ergebnisse sind überraschend. Klar ist: Bei der wirtschaftlichen Lage in Deutschland hat ein sicherer Arbeitsplatz oberste Priorität. Vor allem beeindruckt mich, wie viel Menschen sich die Zeit genommen haben, ausführlich etwas zu schreiben. Bei den offenen Fragen wurden sehr ehrlich und direkt Lebenssituationen beschrieben - teilweise erschütternde Schilderungen.
Zwei Beispiele: Auffällig ist, dass gerade bei den unter 25-jährigen die Angst um ihre Arbeitsplätze und Zukunft groß ist. Für 88 Prozent hat der sichere Arbeitsplatz höchste Priorität. Und das Thema Umweltschutz hat hohe Werte bekommen. Für 60 Prozent aller Befragten ist dieses Thema sehr wichtig.



Was muss jetzt für die Menschen getan werden?
Die Umfrage ergibt fünf Schwerpunkte. Die Menschen wollen 1. sichere Arbeitsplätze; 2. dass es gerecht zugeht in der Gesellschaft; 3. Arbeit und Leben besser miteinander vereinbaren können; 4. eine gute Zukunft für ihre Kinder und 5. im Alter sorgenfrei leben können. Unsere Botschaft an die Politik lautet: richtet euch nach dem, was die Menschen wollen!

Wie geht es nun weiter?
Wetzel: Wir haben den politischen Entscheidern in Berlin die Ergebnisse präsentiert. Ich erwarte, dass sie diese so ernst nehmen wie ich und in ihrem Denken und Handeln darauf reagieren. Wir werden die Bundestagskandidaten mit den Ergebnissen konfrontieren.
Und wir sagen: Kommt alle am 5. September nach Frankfurt. Jeder soll sehen und hören: die IG Metall kämpft gemeinsam mit den Menschen für ein Gutes Leben.

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Gemeinsam für ein Gutes Leben.

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