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Zusatzwissen in der Ausbildung kann helfen. Foto: Ute Grabowsky/photothek.net

Zusatzwissen während der Ausbildung aneignen

Zusatzwissen kann helfen

02.11.2011 Ι Eine Ausbildung schafft niemand mit links. Aber wer noch Energiereserven, Zeit und Lust hat, kann seine Berufs- und Karrierechancen verbessern, indem er schon während der Ausbildung Zusatzqualifikationen erwirbt.

Für Azubis gibt es viele Möglichkeiten, nebenbei noch mehr zu lernen als die Ausbildungsordnung für ihren Beruf vorschreibt. Sie können zum Beispiel zusätzlich Computerkurse belegen. Oder sie können die Fachhochschulreife nachholen. Azubis in Handwerksbetrieben können sich betriebswirtschaftliches Wissen aneignen und so schon während der Ausbildung einen Teil der Meisterprüfung machen.

 

Am beliebtesten sind kaufmännische und betriebswirtschaftliche Zusatzqualifikationen: zum Beispiel der "Assistent für internationales Wirtschaftsmanagement" für Industriekaufleute oder die "Kauffrau in der Energie- und Wasserwirtschaft".

Aber es gibt noch viele andere. Zurzeit sind es rund 2300, die Ausbildungsbetriebe, Berufsschulen, Industrie- und Handwerkskammernoder andere Bildungseinrichtungen anbieten. Zum Beispiel den "Europaassistenten" im Handwerk. Oder die "Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten: Mit dieser Zusatzqualifikation können angehende Fachleute, wie Tischler oder Industriemechaniker, eigenständig Montage-, Schalt- und Wartungsarbeiten an elektrischen Anlagen oder Maschinen vornehmen. Azubis aus den IT-Berufen lernen, mit den Betriebssystemen UNIX und LINUX umzugehen. Technische Azubis können "technical English" trainieren.


Für alle offen

Voraussetzung für eine Zusatzqualifikation ist eine Ausbildung in einem staatlich anerkannten Ausbildungsberuf im dualen System, also in Betrieb und Berufsschule. Und sie muss während oder unmittelbar nach der Ausbildung gemacht werden, spätestens aber ein halbes Jahr nach der Abschlussprüfung.


Die meisten Zusatzqualifikationen stehen allen Azubis offen. Nur einige Angebote sind an Voraussetzungen gebunden, etwa gute Schulnoten in bestimmten Fächern. Einige setzen auch Fachkenntnisse voraus, die Jugendliche erst in der Ausbildung erwerben; solche Angebote richten sich darum nur an Azubis im zweiten oder dritten Lehrjahr.


Zusatzqualifikationen haben handfeste Vorteile: Azubis können die Ausbildung nach eigenen Wünschen mitgestalten und sich spezialisieren. Sie sparen Zeit, weil die Qualifikationen auf spätere Fortbildungen angerechnet werden können. Das Wissen kann ihre Chancen auf Übernahme und beruflichenAufstieg in ihrem Betrieb und auf dem gesamten Arbeitsmarkt verbessern.

Links und Zusatzinformationen
Tipp: Gewussst wer und was

Viele Wege führen zu mehr Wissen.

 

Anbieter:
Zusatzqualifikationen bieten Betriebe und Berufsschulen, Industrie-, Handels- und Handwerkskammern und andere Bildungseinrichtungen.

Ausbildungsbetriebe:
Sie sind die Hauptanbieter. In der Regel entscheiden sie über Art und Umfang der Qualifizierung, finanzieren sie und setzen  sie um. Sie sind allerdings nicht verpflichtet, etwas anzubieten. Azubis können  jedoch selbst die Initiative
ergreifen und etwas vorschlagen.

Informationen:
Welche Zusatzqualifikationen es gibt und wo sie angeboten werden, überblickt das Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB).

www.bibb.de,
Telefon: 0228/1070.
Umfassende Infos zum Thema gibt es auf der BiBB-Homepage: www.ausbildungsplus.de.