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Inhalt
Arbeit: sicher und fair!
Zukunft und Perspektiven für die Junge Generation
Der Aufschwung geht an der jungen Generation vorbei. Wer unter 35 ist, hat es schwer, in der Arbeitswelt Fuß zu fassen, obwohl die Wirtschaft
wächst und die Zahl der Beschäftigten steigt. Die junge Generation hat keine Lobby. Deshalb macht die IG Metall sich jetzt stark für sie.
Die Arbeitgeber wälzen ihr unternehmerisches Risiko zunehmend auf die Beschäftigten ab: Ein sicherer Arbeitsplatz und ein gutes Einkommen werden zum Wunschtraum. Verlierer dieser Umwälzung ist die junge Generation. Sie ist besonders von prekären Arbeitsverhältnissen - Leiharbeit, befristeten Jobs und Arbeitslosigkeit - betroffen. Die Jungen werden abgehängt und an den Rand gedrängt.
An den Rand gedrängt
Viele Berufseinsteiger machen die bittere Erfahrung, dass der einst klassische Weg - erst Schule, dann Ausbildung/Studium und unbefristete Beschäftigung - immer mehr verbaut wird: Schon 28 Prozent der Erwerbstätigen unter 35 kennen nichts anderes als befristete Jobs. Sie sind eine Generation auf Abruf, ihre Zukunft können sie nicht planen, Sicherheit kennen sie nicht. Stattdessen erleben sie, nicht gebraucht zu werden. Ihr beruflicher Alltag ist ein Tanz auf dem Hochseil; die Gefahr abzustürzen ist groß, junge Beschäftigte sind öfter arbeitslos als ältere.
Der Einstieg ins Berufsleben ist holprig: Für vier von zehn Beschäftigten unter 25 verläuft er über Praktika, Leiharbeit oder Teilzeitjobs. Laut DGB-Ausbildungsreport 2010 blicken zwei Drittel der Azubis pessimistisch in die Zukunft: Sie wissen nicht, ob sie nach der Ausbildung übernommen werden. Die junge Generation ist zielstrebig, flexibel und pflichtbewusst; Bildung, persönliches Fortkommen und gutes Einkommen haben für sie einen hohen Wert.
Trotzdem stehen junge Erwachsene auf der Schattenseite der Gesellschaft. Ihr Aufschrei bleibt bislang aus. Denn Unsicherheit diszipliniert. Wer Angst hat, riskiert nichts - oder hofft auf Besserung. Der Leiharbeiter träumt von der Festanstellung, der befristet Beschäftigte vom unbefristeten Arbeitsvertrag.
Im Mittelpunkt
Für die IG Metall ist das ein unerträglicher Zustand. Sie hat deshalb die Arbeits- und Lebensbedingungen der Jungen in den Mittelpunkt ihrer Kampagne "Zukunft und Perspektiven für die Junge Generation" gestellt. Ihr Slogan lautet: "Arbeit muss sicher und fair sein" - nicht nur, aber vor allem für die junge Generation. Die IG Metall will ihre Stellung in Politik und Wirtschaft nutzen, um auf die Arbeits- und Lebenssituation der jungen Generation aufmerksam zu machen. Mehr noch: Um die Interessen der jungen Menschen durchzusetzen. Nicht in erster Linie für, sondern mit ihnen. Und wenn es sein muss im Konflikt: So plädiert der IG Metall-Vorsitzende Berthold Huber dafür, die unbefristete Übernahme der Ausgebildeten zur Regel zu machen (in der Metallindustrie beispielsweise sieht der Tarifvertrag bislang eine auf zwölf Monate befristete Übernahme vor); und das wird nicht ohne heftigen Streit gelingen.
Unterstützer gewinnen
Die junge Generation hat ein Recht auf sichere Arbeit und ein selbstbestimmtes, materiell abgesichertes Leben. Diese Rechte hat die IG Metall in ihrer Charta "Junge Generation. Arbeit: sicher und fair!" festgeschrieben - und möchte möglichst viele Unterstützter dafür gewinnen. Die IG Metall lädt soziale Bewegungen, Kirchen, Vereine und Parteien, Unternehmen und deren Verbände ein, sich den Zielen der Charta anzuschließen und eigene Themen beizusteuern.
An den Rand gedrängt Viele Berufseinsteiger machen die bittere Erfahrung, dass der einst klassische Weg - erst Schule, dann Ausbildung/Studium und unbefristete Beschäftigung - immer mehr verbaut wird: Schon 28 Prozent der Erwerbstätigen unter 35 kennen nichts anderes als befristete Jobs. Sie sind eine Generation auf Abruf, ihre Zukunft können sie nicht planen, Sicherheit kennen sie nicht. Stattdessen erleben sie, nicht gebraucht zu werden. Ihr beruflicher Alltag ist ein Tanz auf dem Hochseil; die Gefahr abzustürzen ist groß, junge Beschäftigte sind öfter arbeitslos als ältere.
Der Einstieg ins Berufsleben ist holprig: Für vier von zehn Beschäftigten unter 25 verläuft er über Praktika, Leiharbeit oder Teilzeitjobs. Laut DGB-Ausbildungsreport 2010 blicken zwei Drittel der Azubis pessimistisch in die Zukunft: Sie wissen nicht, ob sie nach der Ausbildung übernommen werden. Die junge Generation ist zielstrebig, flexibel und pflichtbewusst; Bildung, persönliches Fortkommen und gutes Einkommen haben für sie einen hohen Wert.
Trotzdem stehen junge Erwachsene auf der Schattenseite der Gesellschaft. Ihr Aufschrei bleibt bislang aus. Denn Unsicherheit diszipliniert. Wer Angst hat, riskiert nichts - oder hofft auf Besserung. Der Leiharbeiter träumt von der Festanstellung, der befristet Beschäftigte vom unbefristeten Arbeitsvertrag.
Im MittelpunktFür die IG Metall ist das ein unerträglicher Zustand. Sie hat deshalb die Arbeits- und Lebensbedingungen der Jungen in den Mittelpunkt ihrer Kampagne "Zukunft und Perspektiven für die Junge Generation" gestellt. Ihr Slogan lautet: "Arbeit muss sicher und fair sein" - nicht nur, aber vor allem für die junge Generation. Die IG Metall will ihre Stellung in Politik und Wirtschaft nutzen, um auf die Arbeits- und Lebenssituation der jungen Generation aufmerksam zu machen. Mehr noch: Um die Interessen der jungen Menschen durchzusetzen. Nicht in erster Linie für, sondern mit ihnen. Und wenn es sein muss im Konflikt: So plädiert der IG Metall-Vorsitzende Berthold Huber dafür, die unbefristete Übernahme der Ausgebildeten zur Regel zu machen (in der Metallindustrie beispielsweise sieht der Tarifvertrag bislang eine auf zwölf Monate befristete Übernahme vor); und das wird nicht ohne heftigen Streit gelingen.
Unterstützer gewinnen
Die junge Generation hat ein Recht auf sichere Arbeit und ein selbstbestimmtes, materiell abgesichertes Leben. Diese Rechte hat die IG Metall in ihrer Charta "Junge Generation. Arbeit: sicher und fair!" festgeschrieben - und möchte möglichst viele Unterstützter dafür gewinnen. Die IG Metall lädt soziale Bewegungen, Kirchen, Vereine und Parteien, Unternehmen und deren Verbände ein, sich den Zielen der Charta anzuschließen und eigene Themen beizusteuern.
