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Pressemitteilung Nr. 35/2009
01.05.2009
Huber: "Kämpfen für soziale Demokratie und Arbeitsplätze"
01.05.2009 Ι
Saarbrücken - Der Erste Vorsitzende der IG Metall, Berthold Huber, hat am Tag der Arbeit dazu aufgefordert, sich für ein anderes Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell einzusetzen. "Ungezügeltes Profitstreben und ungebändigte Märkte führen die Menschheit in eine soziale und ökologische Katastrophe", sagte Huber in seiner Rede zum 1. Mai am Freitag in Saarbrücken. Sie zerstörten den sozialen Zusammenhalt, die Umwelt und den Frieden auf der Welt. "Deshalb kämpfen wir für eine soziale Demokratie", sagte Huber. Das Modell der sozialen Demokratie stehe gegen die "Wolfsgesetze eines ungebändigten Raubtierkapitalismus."
Der IG Metall-Vorsitzende erneuerte seine Aufforderung, alles zu unternehmen, um Entlassungen in der Krise zu vermeiden. Viele Millionen Menschen bangten an diesem 1. Mai um ihre Arbeitsplätze und ihre Existenz. "In den Betrieben kämpfen wir um jeden Arbeitsplatz, das ist das Gebot der Stunde." Für manche Unternehmen gehe es um das Überleben. "Der Markt regelt das nicht und der Finanzmarktkapitalismus erst recht nicht", sagte Huber.
Scharf kritisierte der IG Metall-Vorsitzende die Zurückhaltung der Bundesregierung bei der Unterstützung der Industrie. "In was für einem Tollhaus leben wir denn, wenn dreistellige Milliardenbeträge für Banken als vernünftig gehalten, einstellige Milliardenbeträge für Industrieunternehmen aber als marktwidrig verteufelt werden." Er forderte einen staatlichen Rettungsschirm für die Betriebe. Nicht nur Banker, sondern auch Automobilarbeiter, Bergleute oder Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes hätten einen Anspruch auf einen Schutzschirm, betonte Huber.



















