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Dritte Regionalkonferenz zur Metalltarifrunde 2012. Foto: IG Metall

IG Metall Nordrhein-Westfalen: Dritte Regionalkonferenz zur Metalltarifrunde 2012

Mit Schneeaktion in die heiße Phase

10.02.2012 Ι Junge und alte IG Metall-Mitglieder formten aus 30 Kubikmetern Schnee formten am 8. Februar auf dem Rathausplatz in Lippstadt ein Wort: "Übernahme!" Es steht für die Tariforderung nach unbefristeter Übernahme aller Azubis. Damit startet IG Metall Nordrhein-Westfalen in die heiße Phase der Tarifrunde Metall-Elektro.

In insgesamt vier Regionalkonferenzen diskutiert die IG Metall in Nordrhein-Westfalen über das Forderungspaket für die Tarifrunde Metall-Elektro. Neben höheren Entgelten fordern die Metaller die Übernahme der Ausgebildeten und bessere Regelungen für Leiharbeiter. Noch bis zur Zusammenkunft der Tarifkommission NRW am 23. Februar 2012 wird diskutiert. Die endgültige Forderung wird der IG Metall Vorstand am 24. Februar 2012 beschließen.


Dass faire Bedingungen für Leiharbeit möglich sind, belegen die schon erzielten Besservereinbarungen für Leiharbeiter. Allein in Nordrhein-Westfalen gibt es solche Regelungen in über 300 Betrieben. Sie bekommen so ein höheres Entgelt - teilweise bereits entsprechend dem Grundsatz "gleiche Arbeit - gleiches Geld", Leiharbeit wird begrenzt, Leiharbeiter in reguläre Beschäftigung übernommen. 2.337 Leiharbeiter hat die IG Metall NRW allein mit diesen Erfolgen im vergangenen Jahr als neue Mitglieder hinzugewonnen.



Mit gut organisierten Belegschaften Erfolge durchsetzen

"Unsere betrieblichen Erfolge zeigen, dass bessere Regelungen für Leiharbeiter durchzusetzen sind. Dass mit gut organisierten Belegschaften Gutes möglich ist, konnten wir zudem bereits in der Stahlindustrie zeigen. Wir sind finster entschlossen, alle drei Tarifforderungen über die Ziellinie dieser Tarifrunde zu bringen".


In mindestens drei von zehn Betrieben der Metall- und Elektroindustrie werden Stammbeschäftigte durch Leihkräfte ersetzt, mit bis zu 50 Prozent geringeren Einkommen. Das geht aus einer Befragung unter fast 400 Betriebsratsvorsitzenden in Nordrhein-Westfalen Anfang Januar 2012 hervor. Die Befragung ergab auch, dass nur jeder siebte Ausgebildete direkt dauerhaft übernommen wird, nach einem Jahr Befristung in 36 Prozent der Betriebe die weitere Befristung und Leiharbeit folgt. Deshalb fordert die IG Metall auch die Übernahme der Ausgebildeten in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis.

"Die junge Generation braucht echte Perspektiven, statt in Befristung und Leiharbeit abgedrängt zu werden. Die Übernahme nach der Ausbildung ist gut für sie und sie hilft uns allen, die demografischen Herausforderungen in den Betrieben zu bewältigen", so Oliver Burkhard, IG Metall-Bezirksleiter in NRW.

Die Verhandlungen mit den Metallarbeitgebern in Nordrhein-Westfalen beginnen am 14. März 2012.

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