Plauen: Manroland-Beschäftigte fordern Erhalt der Arbeitsplätze
Platt machen geht nicht!
Am 9. Januar 2011 hatten sich die beiden Altgesellschafter MAN und Allianz bereit erklärt, 24 Millionen Euro für eine Sockelfinanzierung von Qualifizierungs- und Transfergesellschaft bereitzustellen. Jetzt geht es darum, zusammen mit dem Insolvenzverwalter Werner Schneider und möglichen Investoren Zukunftskonzepte für die Manroland-Standorte Offenbach, Plauen und Augsburg zu entwickeln. Hierzu ist auch die Politik gefordert.
manroland-Beschäftigte demonstrieren in Plauen. Foto: Igor Pastierovic.
Arbeitsplätze müssen erhalten werden
Für die Beschäftigten steht dabei der Erhalt ihrer Arbeitsplätze im Mittelpunkt. Mit ihren Protesten am Standort plauen, verliehen sie ihrer Forderung nach sicheren Arbeitsplätzen heute nochmals Ausdruck. "Würde der Konzern sterben, wäre das grausam für die Region, die ohnehin schon von Abwanderung und fehlenden Industriearbeitsplätzen gebeutelt ist", erklärte Stefan Kademann, Erster Bevollmächtiger der IG Metall Zwickau. Es müsse jetzt rasch eine Lösung gefunden werden. "Uns läuft allmählich die Zeit davon", so Kademann weiter.
manroland-Beschäftigte demonstrieren in Plauen. Foto: Igor Pastierovic.
Proteste auch in Wiesbaden
Rund 1000 Demonstranten haben unterdessen auch in Wiesbaden mehr Unterstützung des Landes für den insolventen Druckmaschinenhersteller Manroland verlangt. Auf einer Protestkundgebung vor der Staatskanzlei warf SPD-Oppositionsführer Thorsten Schäfer-Gümbel der CDU/FDP-Regierung "Schlafmützigkeit" vor. Bei der Frage von Bürgschaften sei offensives Vorgehen gefragt. Sachsen und Bayern hätten die Rettung von Manroland bereits zur "Chefsache" erklärt. In Hessen sei das bisher leider nicht der Fall.



























