Vertrauensleute-Wahl 2012 - Ziele der IG Metall
Vertrauensleute für mehr Demokratie im Betrieb
In nächsten Wochen können die IG Metall-Mitglieder in den Betrieben wieder ihre Vertrauensleute aus ihrer Mitte wählen. Die IG Metall will mit den Wahlen 2012 mehr Vertrauensleute in Bereichen gewinnen, die noch zu wenig demokratisch repräsentiert sind: in kleineren und mittleren Unternehmen. Und in speziellen Beschäftigtengruppen mit ihren speziellen Themen: Angestellte, Ingenieure, Techniker, Frauen und Beschäftigte mit Migrationshintergrund. Und schließlich will die IG Metall auch verstärkt junge Vertrauensleute aufbauen.
Beschäftigte können ihre Interessen dann am besten nach vorne bringen, wenn sie sich selbst aktiv einmischen. Das geht mit kompetenten Vertrauensleuten, gewählten Kollegen aus ihrer Abteilung, die nah dran sind, wissen, was die Leute vor Ort drückt - und die ihre Themen dann weitertragen, zum Betriebsrat und zur IG Metall.
Beschäftigte in bisher unterrepräsentierten Bereichen stärker beteiligen
Vor allem in Forschung, Entwicklung und in den kaufmännischen Bereichen sind noch eher schwach vertreten. Dabei nimmt ihr Anteil an den Belegschaften im Rahmen des Strukturwandels in der Industrie derzeit zu. Die IG Metall will diese Beschäftigten repräsentativer demokratisch mit ihren speziellen Interessen beteiligen - ohne jedoch die Interessen der traditionell besser repräsentierten Beschäftigten in der Produktion zu vernachlässigen. Dass das funktioniert, zeigt beispielsweise die Angestellten-Vertrauensleutearbeit des "A-Teams" bei Schaeffler in Schweinfurt.
Zudem will die IG Metall bislang weniger erschlossene Wirtschaftsbereiche und Unternehmen besser integrieren: kleine und mittlere Betriebe. Und neue Branchen, etwa die Solar- und Windkraft-Hersteller. Und da dort oft schwierig ist, vom weißen Fleck weg gleich voll entwickelte Vertrauensleute-Strukturen aufzubauen, geht die IG Metall hier neue Wege: Sie hilft den Beschäftigten dabei, erst einmal punktuell für bestimmte Themen aktiv zu werden, die besonders drücken.
Beschäftigten helfen, für ihre eigenen Themen aktiv zu werden
Erste Erfahrungen zeigen: Viele "Aktive", die erste Themen erfolgreich angepackt haben und merken, dass sie etwas bewegen können, wollen dann auch nachhaltig als Vertrauensleute weiter arbeiten und sich dafür über das breite Seminarangebot der IG Metall fit machen. Genau das ist beispielsweise vor wenigen Wochen beim Windkraft-Hersteller RePower passiert, wo die Beschäftigten von niedrigen und ungerechten Löhne die Nase voll hatten. Hier haben die IG Metall-Mitglieder an vier verschiedenen Standorten über 100 neue Vertrauensleute gewählt.
Vertrauensleute sind gerade in Zeiten des zunehmenden Drucks der Finanzmärkte auf Arbeitsplätze und Arbeitsbedingungen, immer mehr prekärer statt fester Jobs existenziell wichtig: Sie sind gemeinsam mit IG Metall-Betriebsräten die Basis für die Gestaltungs- und Durchsetzungsfähigkeit der IG Metall in den Betrieben. Vertrauensleute sind "kompetent und nah dran". Kompetent, weil sie sich in IG Metall-Seminaren qualifizieren und immer direkte Infos erhalten. Nah dran an den Beschäftigten am Arbeitsplatz - um ihnen Antworten zu geben und ihre Wünsche in der IG Metall demokratisch weiterzutragen - und sie zu überzeugen: Mitmachen lohnt sich.



























