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Inhalt
Pressemitteilung Nr. 33/2012
11.05.2012
IG Metall setzt Warnstreiks unvermindert fort - Seit Ende der Friedenspflicht über 670.000 Warnstreikende
11.05.2012 Ι
Frankfurt/Main - Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie hat die IG Metall die Warnstreiks am Donnerstag unvermindert fortgesetzt. Bis zum Mittag (14 Uhr) beteiligten sich mehr als 94.000 Beschäftigte aus rund 300 Betrieben an vorübergehenden Arbeitsniederlegungen. Für den Nachmittag und Abend sind weitere Warnstreiks geplant. Seit Ende der Friedenspflicht haben sich bundesweit mehr als 672.000 Beschäftigte aus 2.785 Betrieben an den Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie beteiligt, teilte die IG Metall am Freitag in Frankfurt mit.
Ein Schwerpunkt lag in Bayern, wo sich rund 53.300 Beschäftige aus 104 Betrieben an Warnstreiks beteiligten. 15.000 Beschäftigte von Audi und 14 anderen Betrieben versammelten sich in Ingolstadt zu einer Kundgebung. In Nürnberg legten 10.400 Beschäftigte aus 29 Betrieben die Arbeit nieder. In München nahmen 6.500 Beschäftigte aus neun Betrieben, unter anderen BMW, an Warnstreiks teil. In Regensburg traten 3.500 Beschäftigte aus zehn Betrieben, darunter BMW, in den Warnstreik. In Bamberg beteiligten sich 2.500 Beschäftigte von Bosch an kurzzeitigen Arbeitsniederlegungen. Bei Siemens und Grammer in Amberg demonstrierten 2.700 Beschäftigte für ihre Forderungen.
Ein weiterer Schwerpunkt der Warnstreiks lag in Baden-Württemberg. Dort legten 28.800 Beschäftigte aus 147 Betrieben kurzzeitig die Arbeit nieder. In Neckarsulm versammelten sich 8.000 Beschäftigte von Audi, Fibro, Kolbenschmidt und weiteren Betrieben zu einer Kundgebung. In Ulm demonstrierten 4.000 Beschäftigte bei Iveco und EvoBus. Weitere Warnstreiks gab es in Heidelberg, Stuttgart und Mannheim.
Im IG Metall-Bezirk Frankfurt nahmen 5.650 Beschäftigte aus 25 Betrieben in Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Thüringen an Arbeitsniederlegungen teil. In Hessen beteiligten sich rund 1.400 Beschäftigte an Warnstreiks. In Herborn traten bis Mittag 1.000 Beschäftigte aus acht Betrieben in den Ausstand. Im saarländischen Neunkirchen versammelten sich 600 Beschäftigte zu einer Kundgebung.
Im Bezirk Niedersachsen und Sachsen-Anhalt folgten 920 Arbeitnehmer aus drei Betrieben, darunter 650 bei Continental in Gifhorn, dem Aufruf der IG Metall.
Im IG Metall-Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen legten bis zum Mittag 3.480 Beschäftigte aus elf Betrieben die Arbeit nieder. In Leipzig beteiligten sich 2.800 Beschäftigte aus sieben Betrieben an einer Kundgebung vor dem BMW-Werk. In Dresden beteiligten sich die Beschäftigten der Automobilmanufaktur an einem Warnstreik.
In Nordrhein-Westfalen legten rund 2.120 Beschäftigte aus zehn Betrieben in Bottrop, Gummersbach, Krefeld und Vlotho zeitweise die Arbeit nieder. In Vlotho nahmen 250 Beschäftigte im Betrieb von Martin Kannegiesser, Präsident von Gesamtmetall, an einem Warnstreik teil.
Die IG Metall fordert Einkommenserhöhungen von 6,5 Prozent sowie mehr Mitbestimmung beim Einsatz von Leiharbeit und die unbefristete Übernahme von Ausgebildeten.



















