Soziale Netzwerke: sicher mitdiskutieren
Sicher sein in sozialen Netzwerken
Soziale Netzwerke sind Internetplattformen, auf denen sich der Nutzer einen (in der Regel kostenlosen) Account anlegen kann. Mit diesem Account legt der Nutzer sein eigenes Profil an. Dort können dann Informationen über einen selbst angegeben werden.
Außerdem bieten die Netzwerke die Möglichkeit, Fotos, Videos und anderes Material über sich selbst und auch andere dort hochzuladen und wiederum anderen zur Verfügung zu stellen, an. Rund ein Viertel aller Deutschen nutzt regelmäßig Soziale Netzwerke.
Zwischenzeitlich gibt es viele Soziale Netzwerke auf der Welt.
In Deutschland werden folgende am häufigsten genutzt:
- VZ-Netzwerke: StudiVZ, MeinVZ, SchülerVZ
- wer-kennt-wen (wkw)
- Lokalisten
- MySpace
- Spin
Angemeldet - und jetzt?
Was bedeutet es, sich bei einem Sozialen Netzwerk angemeldet zu haben?
- Wer mit Klarnamen (dem vollen, eigenen Namen) angemeldet ist, kann über Suchmaschinen wie Google, von Freunden, aber zum Beispiel auch vom Arbeitgeber gefunden werden.
- Je nach Privatsphäre-Einstellungen, kann jeder, der im selben Netzwerk angemeldet ist, die persönlichen Daten einsehen (siehe auch Top 2. Schutz der Privatsphäre in Sozialen Netzwerken).
- Sichtbare Daten können von anderen Nutzern kopiert und weiter verbreitet oder verändert werden.
- Die in einem Netzwerk eingegebenen Datensätze können zu Werbezwecken verwendet werden - innerhalb des Netzwerks, oder auch zum Beispiel durch den Versand von Werbe-E-Mails.
Schutz der Privatsphäre in Social Networks
Die Sozialen Netzwerke geraten zunehmend in die Kritik, was ihren Umgang mit den Daten der Nutzer betrifft. Da die Nutzung von Sozialen Netzwerken kostenlos ist, stellt sich die Frage nach dem Geschäftsmodell der Plattformen und damit nach der Handhabung der Nutzerdaten zu Recht.
Stiftung Warentest hat verschiedene Soziale Netzwerke gestestet. Den Testbericht gibt es hier.
Wer in Sozialen Netzwerken unterwegs ist, sollte folgendes beachten:
- Die Regeln kennen: vor Anmeldung die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) des Netzwerks lesen. Dort besonders auf Passagen achten, die den Umgang mit den persönlichen Daten betreffen.
- Ein sicheres Kennwort verwenden: am besten Kennwörter mit mindesten 14 Zeichen, die Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen sowie - wenn möglich - Symbole enthalten. Für die unterschiedlichen Accounts auch unterschiedliche Passwörter anlegen.
- Verschiedene E-Mail-Adressen: Nicht für alle Netzwerke dieselbe E-Mail-Adresse verwenden, sonst bleibt man nicht lange anonym. Besser mehrere anlegen.
- Standardeinstellungen überprüfen: Unter "Einstellungen" im eigenen Account lässt sich in der Regel definieren, wer was von außen sehen kann. Zum Beispiel können viele Informationen nur für "Freunde" sichtbar gemacht werden.
- Persönliche Daten: Kontaktdaten, Geburtsdatum, exakten Wohnort am besten nicht eingeben.
- Auf die Einstellung für Suchmaschinen achten: Wer über Suchmaschinen nicht gefunden werden will, kann das in den Privatsphäreeinstellungen des einzelnen Netzwerks einrichten.
- Vorsicht bei Fotos: Am besten nur Bilder einstellen, die man sonst auch bedenkenlos jedem zeigen kann. Am besten vorher die Metadaten der Fotos entfernen.
- Sicherheitssoftware aktualisieren: Wer seine Sicherheitssoftware und seine Firewall funktionstüchtig und aktuell hält, ist besser vor Datenklau geschützt. Am besten auch das Betriebssystem und dessen Anwendungen mit Patches auf dem neuesten Stand halten.
- Echte Freunde: Nur "Freunde" akzeptieren und zulassen, die man kennt. In vielen Netzwerken kann man dafür "Listen" einrichten. Dann können echte Freunde mehr sehen, als bloße Bekannte.
- Weniger ist mehr: Auch wenn es reizvoll ist, alles, was man denkt und macht in einem Nertzwerk preiszugeben - am besten einfach nur Dinge einstellen und berichten, die man auch sonst problemlos jedem erzählen könnte.
- Daten von Freunden: Wer das Adressbuch seines Mobiltelefons hochlädt, oder auch einfach nur andere Leute via E-Mail ins Netzwerk einlädt, riskiert, dass deren Daten beim Netzwerk gespeichert werden. Deshalb in den Einstellungen nach dem Punkt "Informationen, die durch deine Freunde zugänglich sind" nachsehen, was du hier eingestellt hast.
- Anwendungen und Spiele: Am besten keine Anwendungen in den eigenen Account einbinden. Dann erhält der Anbieter nämlich auch oft die Daten dessen, der sie eingebunden hat.
- Den Arbeitgeber, die Produkte und das, was bei der Arbeit passiert nicht in einem Sozialen Netzwerk preisgeben.
- Geodaten: Bei der Nutzung einiger Netzwerken per Handy wie zum Beispiel Twitter kann in den Voreinstellung die Bekanntgabe Von Wohn- oder Aufenthaltsort zugelassen sein. Am besten deaktivieren.
Was macht die IG Metall in Social Networks?
Die IG Metall ist in folgenden Sozialen Netzwerken aktiv:
- Twitter: www.twitter.com/igmetall
- StudiVZ/MeinVZ: www.studivz.net/igmetall , www.meinvz.net/igmetall
- Facebook: bei einer Suchmaschine IG Metall und Facebook eingeben und auf den generierten Link klicken
- Youtube: www.youtube.com/igmetall
Wer in diesen Netzwerken angemeldet ist, kann den Auftritten der IG Metall folgen, Fan werden, Kommentare zu Themen posten und sich mit anderen Usern austauschen.
Links mit Ratgebern
- www.klicksafe.de: gibt Tipps zu Privatsphäreeinstellungen
- www.reclaim-privacy.org: prüft Privatsphöreeinstellungen bei Facebook
- www.freeware.de/passwort: hilft bei der Passwortverwaltung
- www.datenschutz-ist-bürgerrecht.de: bietet Infos zu Sozialen Netzwerken
- www.ausgestiegen.com: Tipps zum Löschen von Accounts
- Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik: 10 Tipps zum sicheren Umgang mit sozialen Netzwerken
- Social Media Guidelines & Recht: dreiteilige Serie auf rechtzweinull.de über Regeln zum Umgang mit sozialen Netzwerken in Unternehmen



























