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Inhalt
Pressemitteilung Nr. 24/2006
03.04.2006
Warnstreiks der IG Metall gehen unvermindert weiter
03.04.2006 Ι
Frankfurt/Main - Die Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie wurden am Montag mit Demonstrationen, Kundgebungen und "Frühschlussaktionen" fortgesetzt. An den Aktionen nahmen bis 15 Uhr knapp 18 000 Beschäftigte aus über 90 Betrieben teil.
In Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Thüringen demonstrierten rund 8 900 Metaller aus 40 Betrieben. Der Schwerpunkt der Aktionen in Hessen lag in Limburg, Wetzlar und Darmstadt. Bei der Buderus Guss GmbH in Limburg legten 45 Mitarbeiter der Frühschicht und bei der Firma Satisloh in Wetzlar 65 Mitarbeiter die Arbeit nieder. In Darmstadt traten 300 Metaller mehrere Betriebe sowie die Darmstädter Schenck-Unternehmensgruppe in den Warnstreik. In Rheinland-Pfalz demonstrierten rund 200 Mitarbeiter der Wormser Firmen KHS, Kaibel & Sieber, Stamm sowie Schuch in der Innenstadt. Mittags zogen 350 Volvo-Beschäftigte in Konz vor das Werkstor. Weitere Aktionen gab es in Neuwied, Neustadt, Hassloch und Koblenz. Im Saarland beendeten bei der Firma Hydrac in Sulzbach 250 Beschäftigte der Frühschicht mit einer "Frühschlussaktion" die Arbeit. Beim thüringischen Schraubenhersteller EJOT in Tambach-Deitharz (120 Teilnehmer) und beim Kabelwerk Nexans in Vacha (110 Teilnehmer) ruhte die Arbeit am Morgen für eine Stunde. Bereits in der Nacht zum Montag legten etwa 300 Mitarbeiter der Robert Bosch Fahrzeugelektronik in Eisenach kurzzeitig die Arbeit nieder. Rund 250 Beschäftigte von Alcatel SEL in Arnstadt setzten die Produktion aus. Bei Opel in Eisenach beteiligten sich 400 Warnstreikende an einer Kundgebung.
Bereits am Samstag traten rund 2 500 Beschäftigte des DaimlerChrysler LKW-Werkes in Wörth die geplante Sonderschicht nicht an, wodurch 200 Lastwagen nicht gebaut wurden. Ebenfalls am Samstag hatten bei der Firma Rege in Witzenhausen 65 Beschäftigte der Nachschicht die Arbeit früher beendet.
In Nordrhein-Westfalen legten rund 4 300 Arbeitnehmer aus 27 Betrieben kurzzeitig die Arbeit nieder. Der Schwerpunkt der Aktionen lag in Lünen bei Dortmund, wo sich 1 500 Metaller aus 13 Betrieben an Warnstreiks beteiligten. Bei der Firma Hoesch Hohenlimburg und dem Thyssen Krupp Bielstein Werk legten am Morgen 1 000 Mitarbeiter der Frühschicht die Arbeit nieder. In Bielefeld demonstrierten rund 1 100 Metaller aus sieben Betrieben.
In Baden-Württemberg demonstrierten rund 2 600 aus acht Betrieben für ihre Forderung. Bei der Firma Bartec (Bad Mergentheim) legten am Vormittag für zwei Stunden 130 und bei der Firma Linhardt (Bruchsal) rund 60 Mitarbeiter die Arbeit nieder. Am Mittag beendeten 250 Metaller bei Bosch in Leinfelden und 1 100 bei der Firma ABB Sotz in Heidelberg frühzeitig die Arbeit. Weitere "Frühschlussaktionen" dauern noch an.
Im Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen beteiligten sich rund 900 Metaller aus sechs Betrieben an Warnstreiks. Am Morgen legten 75 Beschäftigte des Drehgestellwerkes TransTec in der Spreewaldstadt Vetschau die Arbeit kurzzeitig nieder. Rund 830 Beschäftigte von Otis, ZF Lenksysteme, Copeland, MAN Turbomaschinen und Cannon Switch Products demonstrierten mit einem Sternmarsch durch Reinickendorf.
In Bayern traten rund 730 Beschäftigte aus acht Betrieben in den kurzzeitigen Ausstand. Dazu gehörten Firmen aus Landshut, Erlangen, Regensburg, Kempten und Würzburg.
In Niedersachsen demonstrierten rund 300 Beschäftigte aus zwei Betrieben, dem Bäckereimaschinenhersteller DIOSNA Dierks & Söhne in Osnabrück und bei der Firma Metallumform in Göttingen, für ihre Tarifforderung.



















