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Inhalt
1. Mai 2013
Für gute Löhne und sichere Jobs
30.04.2013 Ι
Gute Arbeit. Sichere Rente. Soziales Europa. Das Motto des diesjährigen 1. Mai greift die zentralen Probleme auf. Bundesweit gibt es Kundgebungen und Demonstrationen, zu denen der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und seine Mitgliedsgewerkschaften aufrufen.
Die Kluft zwischen Arm und Reich wächst: Die Mittelschicht bröckelt, die unteren Einkommen sinken, während der Reichtum der oberen zehn Prozent zunimmt. Sie besitzen mittlerweile weit über die Hälfte des Gesamtvermögens in Deutschland.
Der Arbeitsmarkt ist gespalten. Aus sicheren Arbeitsplätzen wurden oft unsichere Jobs. Leiharbeit, Befristungen und Werkverträge sind an der Tagesordnung, ebenso wie Niedriglöhne und Minijobs. Die Gewerkschaften fordern mehr unbefristete und Existenz sichernde Normalarbeitsverhältnisse und einen besseren Kündigungsschutz. Sie zeigen durch Mitbestimmung und Tarifpolitik, dass sie die Lage der arbeitenden Menschen verbessern können.
Neben den prekären Rahmenbedingungen auf dem Arbeitsmarkt hat sich auch in den Unternehmen viel verändert. Stress und psychische Belastungen am Arbeitsplatz nehmen zu. Die Arbeitszeit wird immer mehr entgrenzt. Viele Beschäftigte sind rund um die Uhr erreichbar. Um die Belastungen in den Unternehmen zu begrenzen, fordern die Gewerkschaften eine Anti-Stress-Verordnung.
Die Rente ist eines der Hauptthemen in dem Jahr der Bundestagswahl. Aufgrund der Situation auf dem Arbeitsmarkt sind immer mehr Menschen vom sozialen Abstieg im Alter bedroht. Jahrelange Rentenkürzungen, Massenarbeitslosigkeit, Niedriglöhne und unsichere Arbeit haben das Rentenniveau nach unten gedrückt. Die Gewerkschaften fordern deshalb: Rente muss zum Leben reichen!
Außerdem ist am Tag der Arbeit die Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie ein aktuelles Thema. Am 30. April endet die Friedenspflicht in der Metall- und Elektroindustrie. Deshalb wird der 1. Mai 2012 auch Startschuss für die dann zu erwartenden Warnstreiks und Aktivitäten zu den Tarifverhandlungen sein. Die IG Metall fordert für die Beschäftigten und Auszubildenden in der Metall- und Elektroindustrie 5,5 Prozent mehr Geld.
Die IG Metall ruft auch in diesem Jahr zur Teilnahme an den Demonstrationen und Kundgebungen des DGB auf.
Wer von der IG Metall redet wo am 1. Mai?
In Stuttgart spricht der Erste Vorsitzende der IG Metall Berthold Huber ab 11 Uhr auf dem Marktplatz. Detlef Wetzel, Zweiter Vorsitzender, redet ab 10.45 Uhr in Paderborn und Hauptkassierer Bertin Eichler auf dem Domshof in Bremen. Helga Schwitzer ist auf dem Rathausplatz in Frankenthal zu hören und in Wuppertal Christiane Benner. Jürgen Kerner spricht um 10 Uhr in Bamberg in der Hirnbeinstraße und Hans-Jürgen Urban ab 12.30 Uhr in Ulm auf dem Münsterplatz.
Einen kompletten Überblick darüber, wo die geschäftsführenden Vorstandsmitglieder der IG Metall sprechen werden, bietet unsere Landkarte:
1. Mai 2013: Kundgebungen und Demonstrationen auf einer größeren Karte anzeigen
Zentrale Veranstaltung des DGB
Der DGB-Vorsitzende Michael Sommer spricht auf der zentralen Mai-Kundgebung in München.
IG Metall
Interessen erfolgreich durchsetzen.
Links und Zusatzinformationen
Geschafft: Der Metall-Tarifabschluss beschert ein gutes Plus für alle. Ab Juli 2013 gibt es 3,4 Prozent und ab Mai 2014 weitere 2,2 Prozent mehr Geld.
Geschichte des 1. Mai
In vielen Ländern wird der 1. Mai als Internationaler Tag der Arbeiterbewegung gefeiert. Er gilt auch als "Tag der Arbeit" und ist gesetzlicher Feiertag in Deutschland, Österreich, in Teilen der Schweiz sowie in vielen weiteren Staaten, wie beispielsweise Italien, Russland, VR China, Griechenland, Frankreich, Schweden, Finnland, Türkei, Mexiko, Thailand, Nordkorea, Portugal und Brasilien.
Seinen Ursprung hat der 1. Mai Anfang 1865 in den USA. Damals forderten die amerikanischen Gewerkschaften den Acht-Stunden-Tag. Um diesen durchzusetzen, riefen sie ein Jahr später am 1. Mai 1886 zum Generalstreik auf.
Auf dem Gründungskongress der Zweiten Internationalen 1889 wurde der 1. Mai als "Kampftag der Arbeiter- bewegung" ausgerufen. 1890 wurde zum ersten Mal der 1. Mai mit Massenstreiks und -demonstrationen in der ganzen Welt begangen.



















