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Pressemitteilung Nr. 17/2006

28.03.2006

Peters: Arbeitgeber provozieren Warnstreiks

28.03.2006 Ι

Frankfurt/Main - Der Erste Vorsitzende der IG Metall, Jürgen Peters, hat den Metallarbeitgebern vorgeworfen, Warnstreiks zu provozieren. "Wenn die Arbeitgeber 67 Tage nach der Bekanntgabe der Forderung und nach 30 regionalen Verhandlungen immer noch kein Angebot vorlegen, dann sind sie für Warnstreiks selbst verantwortlich", sagte Peters am Dienstag in Frankfurt. Die IG Metall sei keine Bittstellerin und werde die Verschleppungstaktik der Arbeitgeber nicht hinnehmen. "Wir werden die Verhandlungen ab sofort mit Druck aus den Betrieben unterstützen", kündigte Peters an. Die Friedenspflicht in der Metall- und Elektroindustrie endet am heutigen Dienstag um 24 Uhr.

Zu keinem Zeitpunkt hätten die Arbeitgeber in den Tarifgesprächen vor Ablauf der Friedenspflicht erkennen lassen, dass sie an einer Lösung arbeiten, kritisierte Peters. Die Arbeitgeber verstießen damit in dieser Tarifrunde eklatant gegen den Geist des Schieds- und Schlichtungs­abkommens, mit dem die IG Metall in den ersten vier Wochen nach Ende der Laufzeit der Tarifverträge freiwillig auf Aktionen verzichtet, um eine Lösung am Verhandlungstisch zu ermöglichen. "Wenn die Arbeitgeber die Friedenspflicht missachten und darauf pfeifen, dann werden wir uns in der IG Metall die Frage stellen, ob wir sie in Zukunft einhalten müssen", sagte der IG Metall-Vorsitzende. Der soziale Friede sei keine Einbahnstraße, die von den Arbeitgebern missbraucht werden könne.


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