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Urlaub: mehr mit Tarif
Wir haben's verdient: Einen schönen langen Urlaub
05.06.2012 Ι
Endlich bald Urlaub. Den können Metallerinnen und Metaller jetzt noch mehr genießen. Denn der Metall-Tarifabschluss beschert ihnen gleichzeitig mehr Urlaubsgeld. Mit der Entgelterhöhung von 4,3 Prozent steigt auch das Extra für die Ferienkasse. Zudem gibt's 30 Tage Tarifurlaub. Mit diesem Fundus lässt es sich gut Urlaub machen.
Längst nicht jeder kommt hierzulande in den Genuss von Urlaubsgeld. Nur die Hälfte aller Arbeitnehmer hat das Glück - wie das Tarifarchiv des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-Böckler-Stftung aktuell ermittelt hat.
Aber auch die Höhe des Einkommens spielt eine Rolle. Je mehr ein Arbeitnehmer verdient, desto mehr steigt die Aussicht auf das Urlaubsplus. Bei einem monatlichen Bruttoeinkommen zwischen 4000 und 5000 Euro erhalten 56 Prozent der Beschäftigten das Extra für den Urlaub. In den unteren Entgeltgruppen zwischen 1000 und 2000 Euro sind es nur 34 Prozent.
Die Höhe des tariflichen Urlaubsgeldes unterscheidet sich je nach Branche sehr stark. Am großzügigsten bedacht werden Arbeitnehmer in der Holz- und Kunststoff verarbeitenden sowie in der Metall- und Druckindustrie. 50 Prozent des Durchschnittseinkommens beträgt das Urlaubsplus in den Branchen, für die IG Metall-Tarifverträge gelten. Bei 30 Tagen Urlaub entspricht dies etwa 70 Prozent eines Monatseinkommens.
Der aktuelle Tarifabschluss in der Metall- und Elektroindustrie von 4,3 Prozent beschert den Beschäftigten noch mal ein zusätzliches Plus für die Urlaubskasse. In der mittleren Entgeltgruppe in Baden-Württemberg steigt damit das Urlaubsgeld ab Mai 2012 voraussichtlich um 77 Euro auf 1870 Euro.
Sechs Wochen - so lange haben auch Metallerinnen und Metaller 1978 und 1979 für mehr Urlaub gestreikt. Das Ergebnis war ein Stufenplan, an dessen Ende 30 Tage Urlaub standen und die seit 1981 in den IG Metall-Tarifverträgen festgeschrieben sind.
Sechs Wochen und das Extra für die Ferienkasse: Damit lässt es sich schon mal gut Urlaub machen.
Chancen auf Urlaubsplus sehr ungleich
Ob und wieviel Urlaubsgeld es gibt, hängt unter anderem von der Branche, der Betriebsgröße und der Berufserfahrung ab. Je größer der Betrieb, umso eher landet etwas in der Reisekasse. Und je länger ein Berufsleben dauert, umso größer die Chance darauf.Aber auch die Höhe des Einkommens spielt eine Rolle. Je mehr ein Arbeitnehmer verdient, desto mehr steigt die Aussicht auf das Urlaubsplus. Bei einem monatlichen Bruttoeinkommen zwischen 4000 und 5000 Euro erhalten 56 Prozent der Beschäftigten das Extra für den Urlaub. In den unteren Entgeltgruppen zwischen 1000 und 2000 Euro sind es nur 34 Prozent.
Mehr mit Tarif
Doch zweifellos profitieren Arbeitnehmer von einem Ferienplus, wenn ihr Arbeitgeber tarifgebunden ist. Das betrifft laut WSI-Tarifarchiv rund 59 Prozent der Beschäftigten. Dagegen können sich nur 35 Prozent auf Urlaubsgeld freuen, deren Chef nicht tarifgebunden ist.Die Höhe des tariflichen Urlaubsgeldes unterscheidet sich je nach Branche sehr stark. Am großzügigsten bedacht werden Arbeitnehmer in der Holz- und Kunststoff verarbeitenden sowie in der Metall- und Druckindustrie. 50 Prozent des Durchschnittseinkommens beträgt das Urlaubsplus in den Branchen, für die IG Metall-Tarifverträge gelten. Bei 30 Tagen Urlaub entspricht dies etwa 70 Prozent eines Monatseinkommens.
Der aktuelle Tarifabschluss in der Metall- und Elektroindustrie von 4,3 Prozent beschert den Beschäftigten noch mal ein zusätzliches Plus für die Urlaubskasse. In der mittleren Entgeltgruppe in Baden-Württemberg steigt damit das Urlaubsgeld ab Mai 2012 voraussichtlich um 77 Euro auf 1870 Euro.
Sechs Wochen Zeit zum Relaxen
Und nicht zu vergessen: Metallerinnen und Metaller haben Anspruch auf 30 Tage Urlaub im Jahr. Die sind nicht überall selbstverständlich. Per Gesetz sind nur 24 Tage vorgeschrieben - und die auch nur für Arbeitnehmer, die sechs Tage in der Woche arbeiten. Bei einer Fünf-Tage-Woche muss der Chef seinem Arbeitnehmer sogar nur 20 freie Tage genehmigen.Sechs Wochen - so lange haben auch Metallerinnen und Metaller 1978 und 1979 für mehr Urlaub gestreikt. Das Ergebnis war ein Stufenplan, an dessen Ende 30 Tage Urlaub standen und die seit 1981 in den IG Metall-Tarifverträgen festgeschrieben sind.
Sechs Wochen und das Extra für die Ferienkasse: Damit lässt es sich schon mal gut Urlaub machen.
Tarife
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Online-Umfrage
Wer bekommt Urlaubsgeld und was sehen die Tarifverträge vor?
Von Anfang Januar 2011 bis April 2012 hat das WSI-Tarifarchiv der Hans-Böckler-Stiftung online rund 20 500 Beschäftigte zum Urlaubsgeld befragt. Die Ergebnisse sind auf der Internetseite "lohnspiegel.de" veröffentlicht.



















