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Auf der Suche nach dem Traumjob
Die Jobsuche bestimmt Natalies Leben
Seit sechs Jahren sucht Natalie L. nach "ihrem Traumjob" - oder einer Stelle, die wenigstens ihren Fähigkeiten als gelernte Fremdsprachenkorrespondentin entspricht. Mit ihrem Realschulabschluss erhält sie jedoch kaum passende Angebote. Ihr Leben - bestimmt von der andauernden Jobsuche - finanziert die 23-Jährige durch Tätigkeiten, die mit Fremdsprachen zwar nichts zu tun haben, aber wenigstens keine Lücke im Lebenslauf hinterlassen.
Die Suche nach dem Traumjob kann schwierig sein. Bei Natalie L.* dauert sie nun schon sechs Jahre. Dabei ist es nicht so, dass Natalie nicht wüsste, was sie will: Die 23-Jährige hat eine Ausbildung als Fremdsprachenkorrespondentin absolviert und möchte einen Beruf, in dem sie ihre erlernten Fähigkeiten einbringen kann.
Natalie L. sieht nur ein wesentliches Problem: Bei den für sie in Fragen kommenden Jobs sei die Konkurrenz unter den Bewerbern so groß, dass nur die Ausbildungsbesten die begehrten Stellen ergattern könnten. Übrig blieben dann Angebote, für die im Grunde eine Sekretärin mit Englischkenntnissen gesucht werde. Für Natalie sollte die Arbeit mit den erlernten Fremdsprachen - sie spricht Deutsch, Spanisch, Türkisch und Englisch - allerdings im Mittelpunkt ihres Berufs stehen.
Also sucht die Fremdsprachenkorrespondentin weiter: Ihr gesamtes Leben hat Natalie auf ihre Jobsuche und berufliche Qualifikation ausgerichtet: So lange sie noch keine Festanstellung hat, möchte sie weder bei ihren Eltern ausziehen, noch sich größere Anschaffungen wie etwa ein Auto leisten. Ihren Lebensunterhalt und einen lückenlosen Lebenslauf sichert Natalie über Jobs im Einzelhandel oder als Rezeptionistin in einem Hotel.
"Pausen" von ihren Nebenjobs leistet sie sich nur für Fortbildungen oder zur intensiveren Jobsuche. Denn die kostet jede Menge Zeit und Energie. Inzwischen denkt Natalie darüber nach, ins Ausland zu gehen, sollte sie dort bessere Chancen auf Beschäftigung in ihrem erlernten Beruf haben. "Ich finde es sehr schade, dass es so schwierig ist, eine Stelle zu kriegen, in dem Beruf in dem man gelernt hat", sagt sie. Natalie gibt jedoch nicht auf: Das wichtigste im Moment sei, dass sie ihr Ziel erreiche.

So wie Natalie geht es vielen jungen Menschen in Deutschland. Ihnen werden zum Berufsstart Steine in den Weg gelegt. Unsere Grafik zeigt die Ergebnisse der Studie der IG Metall zur Berufssituation der 14- bis 34-Jährigen. Gut ein Drittel der Befragten gab an, sie hatten Probleme bei der Suche nach einem Arbeits- oder Ausbildungsplatz. Über ein Viertel war nach Abschluss von Schule, Ausbildung oder Studium länger als sechs Monate arbeitslos beziehungsweise arbeitssuchend gemeldet. Die IG Metal setzt sich - beispielsweise mit der "Operation Übernahme" - in den Unternehmen für die Interessen der jungen Beschäftigten ein und bietet Betroffenen jede Menge hilfreiche Tipps.
*Vollständiger Name der Redaktion bekannt.
Natalie L. sieht nur ein wesentliches Problem: Bei den für sie in Fragen kommenden Jobs sei die Konkurrenz unter den Bewerbern so groß, dass nur die Ausbildungsbesten die begehrten Stellen ergattern könnten. Übrig blieben dann Angebote, für die im Grunde eine Sekretärin mit Englischkenntnissen gesucht werde. Für Natalie sollte die Arbeit mit den erlernten Fremdsprachen - sie spricht Deutsch, Spanisch, Türkisch und Englisch - allerdings im Mittelpunkt ihres Berufs stehen.
Also sucht die Fremdsprachenkorrespondentin weiter: Ihr gesamtes Leben hat Natalie auf ihre Jobsuche und berufliche Qualifikation ausgerichtet: So lange sie noch keine Festanstellung hat, möchte sie weder bei ihren Eltern ausziehen, noch sich größere Anschaffungen wie etwa ein Auto leisten. Ihren Lebensunterhalt und einen lückenlosen Lebenslauf sichert Natalie über Jobs im Einzelhandel oder als Rezeptionistin in einem Hotel.
"Pausen" von ihren Nebenjobs leistet sie sich nur für Fortbildungen oder zur intensiveren Jobsuche. Denn die kostet jede Menge Zeit und Energie. Inzwischen denkt Natalie darüber nach, ins Ausland zu gehen, sollte sie dort bessere Chancen auf Beschäftigung in ihrem erlernten Beruf haben. "Ich finde es sehr schade, dass es so schwierig ist, eine Stelle zu kriegen, in dem Beruf in dem man gelernt hat", sagt sie. Natalie gibt jedoch nicht auf: Das wichtigste im Moment sei, dass sie ihr Ziel erreiche.

So wie Natalie geht es vielen jungen Menschen in Deutschland. Ihnen werden zum Berufsstart Steine in den Weg gelegt. Unsere Grafik zeigt die Ergebnisse der Studie der IG Metall zur Berufssituation der 14- bis 34-Jährigen. Gut ein Drittel der Befragten gab an, sie hatten Probleme bei der Suche nach einem Arbeits- oder Ausbildungsplatz. Über ein Viertel war nach Abschluss von Schule, Ausbildung oder Studium länger als sechs Monate arbeitslos beziehungsweise arbeitssuchend gemeldet. Die IG Metal setzt sich - beispielsweise mit der "Operation Übernahme" - in den Unternehmen für die Interessen der jungen Beschäftigten ein und bietet Betroffenen jede Menge hilfreiche Tipps.
*Vollständiger Name der Redaktion bekannt.

