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Tarifrunde Volkswagen: Forderung nach intensiver Debatte beschlossen

Tarifrunde Volkswagen

VW-Beschäftigte fordern sechs Prozent mehr Geld

10.01.2011 Ι In wenigen Tagen beginnen die Tarifverhandlungen für die 100 000 Beschäftigten bei Volkswagen und der Financial Services AG. Der Autobauer hat die Wirtschaftskrise nahezu unbeschadet überstanden und steht hervorragend da. Die Beschäftigten leisten Überstunden und Sonderschichten. Deshalb wird sich die IG Metall auch nicht mit Kompromissen begnügen. Sie fordert sechs Prozent mehr Geld. Das hat die Tarifkommission Anfang Dezember 2010 beschlossen.

Für die rund 100 000 Beschäftigten bei VW fordert die IG Metall sechs Prozent mehr Geld für zwölf Monate. "VW gibt Vollgas - und Vollgas gibt es nicht umsonst", sagte Hartmut Meine, Bezirksleiter IG Metall Niedersachsen und Verhandlungsführer. Bereits bis Ende November 2010 hatte der Autobauer mehr Autos verkauft als im gesamten Vorjahr. Für 2011 wird ein neuer Rekord erwartet. Diesen Erfolg hat der Autobauer auch seinen Beschäftigten zu verdanken. Sie leisten Überstunden und Sonderschichten. 
 

Ausgesprochen gute wirtschaftliche Situation

VW hat die Wirtschaftskrise unbeschadet und deutlich besser überstanden als viele Konkurrenten. Deshalb kann der Anfang 2010 erzielte Tarifabschluss für die Beschäftigten der Metall- und Elektrobranche auch keine Richtschnur für einen Abschluss bei dem Autobauer darstellen. Er sei nicht übertragbar. Denn: "Eine Übertragung würde bedeuten, dass die Beschäftigten 2011 keine Tariferhöhung erhalten würden. Nur eine Einmalzahlung von 320 Euro würde ausgezahlt. Vor diesem Hintergrund ist die Forderung nach sechs Prozent mehr Geld für die Beschäftigten angemessen und gut begründet", bekräftigte Meine.

Höhere VW-Entgelte auch für Beschäftigte der Tochterunternehmen
Neben den rund 95 000 VW-Beschäftigten und den 5000 Beschäftigten der Financial Services in Braunschweig profitieren von einer Entgelterhöhung indirekt auch die Arbeitnehmer des Sitzeherstellers Sitech sowie Stamm- und Kernbeschäftigte der Autovision, Autostadt und WOB AG. Bereits in den vorangegangenen Tarifrunden hatte die IG Metall mit dem Automobilkonzern vereinbart, dass Tariferhöhung und Laufzeit des Tarifvertrages der Volkswagen AG auch für deren Tochterunternehmen gelten.

Die erste Tarifverhandlung ist am 19. Januar 2011 in Hannover. Der Entgelttarifvertrag für die VW-Beschäftigten läuft zum 31. Januar 2011 aus. Die Forderung von sechs Prozent haben die rund 120 Mitglieder der Tarifkommission VW Anfang Dezember 2010 beschlossen.

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