StressBürometer
Stressquellen gezielt aufspüren
Arbeitgeber müssen nach dem Arbeitsschutzgesetz feststellen, welchen Gefahren Beschäftigte am Arbeitsplatz ausgesetzt sind und wie sie beseitigt werden können. Ob und wie die Arbeitgeber diesem Auftrag nachkommen - das zu kontrollieren ist nach dem Betriebsverfassungsgesetz die Pflicht der Interessenvertretungen. Wie die Belastungen ermittelt werden sollen, schreibt der Gesetzgeber nicht vor. Hier können Betriebsräte mitreden. Dafür hat die IG Metall das "stressBürometer" entwickelt.
Psychische Belastungen lassen sich oft schwerer ermitteln als körperliche Belastungen. Denn dafür gibt es keine klassischen Grenzwerte. Deshalb sind die Beschäftigten als Experten ihrer eigenen Arbeitsbedingungen gefragt. Hier setzt der "stressBürometer" an. Mit dem Tool können Details zu den Bereichen Arbeitsorganisation, Leistungsdruck, Betriebsklima, Umgebungseinflüsse, Softwareergonomie und geringe Handlungsspielräume erfragt werden.
Der "stressBürometer" enthält eine allgemeine Handlungshilfe zur Beurteilung psychischer Belastungen, einen Fragebogen, ein Auswertungsprogramm im Excel-Format sowie Bedienungshinweise. Er ergänzt den Stressbarometer, der für die gewerblichen Arbeitsbereiche entwickelt wurde. Wenn ihr in eurem Betrieb das Stress-Level testen wollt, sprecht euren Betriebsrat oder die IG Metall vor Ort an und sprecht eine mögliche Umsetzung ab.


























