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Pressemitteilung Nr. 29/2007

02.01.1900

Weitere 200 000 Metaller machen Druck

02.01.1900 Ι

Frankfurt /Main - Die IG Metall hat am Donnerstag die Warnstreiks massiv ausgeweitert. Im Vorfeld der fünften Tarifverhandlung in Baden-Württemberg traten bis zum Mittag (Stand 13.30 Uhr) knapp 200 000 Beschäftigte aus über 800 Betrieben in einen kurzzeitigen Ausstand, teilte die IG Metall am Donnerstag in Frankfurt mit. Für den heutigen Nachmittag und Abend sind weitere zehntausende Beschäftigte zu Warnstreikaktionen aufgerufen.

Der Schwerpunkt der Protestaktionen lag am Donnerstag bis zum Mittag mit rund 55 000  Arbeitnehmern aus 407 Betrieben in Nordrhein-Westfalen. Im Opelwerk Bochum beteiligten sich 2 500 Beschäftigte an Warnstreiks, in Düsseldorf demonstrierten 4 000 Beschäftigte aus 20 Betrieben, unter anderem von DaimlerChrysler, vor dem Gebäude des Arbeitgeberverbandes Metall NRW.

Einen weiteren Schwerpunkt bildeten die Protestaktionen in Bayern mit über 51 000 Beschäftigten aus 63 Betrieben. Rund 10 000 Teilnehmer nahmen an einer Kundgebung beim BMW-Werk in Dingolfing teil. Auch bei Bosch in Bamberg, bei Audi in Ingolstadt, beim Automobilzulieferer Siemens VDO und bei Osram beteiligten sich tausende Metaller an Warnstreiks.

Rund 27 000 Beschäftigte aus etwa 80 Betrieben folgten in Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Thüringen dem Aufruf der IG Metall. Aktionsschwerpunkte bildeten die Warnstreiks beim Autobauer Opel in Rüsselsheim, Kaiserslautern und Eisenach, wo sich die Warnstreiks auch gleichzeitig gegen den geplanten Stellenabbau bei Opel im belgischen Antwerpen richteten.

Im Bezirk Küste folgten rund 27 000 Beschäftigte aus 121 Betrieben dem Aufruf der IG Metall. Dabei bildeten Hamburg mit 10 000 Warnstreikenden und Bremen mit 5 000 Teilnehmern die Schwerpunkte der Aktionen.
Rund 20 000 Metaller aus 63 Betrieben traten in Baden-Württemberg in den Ausstand. In Stuttgart-Feuerbach gingen rund 2 500 Beschäftigte auf die Straße. Vor dem Daimler-Chrysler Werk in Stuttgart-Untertürkheim demonstrierten 3 000 Metaller und in Hedelfingen 2 200.  Weitere Aktionen gab es unter anderem bei der Firma Mahle in Öhringen, MTU in Friedrichhafen und Voith in Heidenheim.

Im Bezirk Niedersachsen und Sachsen-Anhalt legten am Vormittag über 12 000 Beschäftigte aus 85 Betrieben kurzzeitig die Arbeit nieder. In Hannover versammelten sich 2 500 Arbeitnehmer aus 24 Betrieben vor dem Gebäude des Arbeitgeberverbandes. In Osnabrück demonstrierten mehr als 3 000 Beschäftigte aus 19 Betrieben.

Im Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen beteiligten sich knapp 3 500 Beschäftige aus 14 Betrieben an Warnstreikaktionen.


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