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Pressemitteilung Nr. 58/2008

04.01.1900

IG Metall setzt Proteste mit rund 115 000 Warnstreikenden fort

04.01.1900 Ι

Frankfurt /Main - Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie hat die IG Metall die Warnstreiks am Mittwoch fortgesetzt. Bis zum Mittag (14 Uhr) demonstrierten rund 115 000 Beschäftigte aus über 500 Betrieben mit Arbeitsniederlegungen, Kundgebungen und Protestveranstaltungen für ihre Forderung. Für den heutigen Nachmittag und Abend sind  weitere Warnstreikaktionen geplant. Seit Ende der Friedenspflicht haben bereits 340 000 Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen ihrer Forderung Nachruck verliehen, teilte die IG Metall am Mittwoch in Frankfurt mit.

Den Schwerpunkt bildeten die Protestaktionen in Baden-Württemberg mit über 40 000 Warnstreikenden aus über 140 Betrieben. Beim Autobauer Audi in Neckarsulm traten 7 500 Metaller in den Warnstreik. In Zuffenhausen legten bei Porsche, Daimler und der Firma Dürr 2 500 Beschäftigte die Arbeit nieder. Außerdem traten die Spät- und Nachtschichten der Daimler-Werke Raststatt mit 1 300, Untertürkheim mit 1 800, Mettingen mit 1 500 Beschäftigten in den Ausstand. Bei ZF Friedrichshafen legten 1 000 Beschäftigte der Nachtschicht die Arbeit nieder. In Aalen legten über 2 000 Beschäftigten aus 20 Betrieben die Arbeit nieder.

Ein weiterer Schwerpunkt der Warnstreiks lag am Mittwoch in Nordrhein-Westfalen. Dort beteiligten sich über 38 000 Beschäftigte aus rund 300 Betrieben an Warnstreikaktionen. Am Morgen legten beim Maschinenbauer Deutz AG in Köln 2 500 Beschäftigte kurzzeitig die Arbeit nieder. In Gelsenkirchen zogen 1 600 Beschäftigte aus 20 Betrieben durch die Innenstadt. In Aachen beteiligten sich 1 800 Beschäftigte aus 15 Betrieben an Warnstreiks. Weitere größere Warnstreikaktionen gab es in Unna, Mönchengladbach, Velbert, Siegen, Witten, Mülheim, Oelde, Bocholt und Düren.

Im IG Metall-Bezirk Frankfurt folgten rund 20 000 Beschäftigte aus 60 Betrieben dem Aufruf der IG Metall. Am Opel-Aktionstag beteiligten sich 7 000 Metaller am Standort Rüsselsheim, 2 500 Beschäftigte in Kaiserslautern und 450 Beschäftigte in Eisenach. Im nordhessischen Kassel beteiligten sich 6 000 Metaller an Warnstreiks. Weitere Warnstreiks gab es in Ludwigshafen mit 1 800 Teilnehmern. Am Morgen legten mehr als 2 000 Beschäftigte bei ZF Getriebe in Saarbrücken die Arbeit nieder. Am Mittag folgten in Saarlouis Beschäftigte der Ford-Werke und weiterer zehn Betriebe dem Aufruf der IG Metall.

In Bayern beteiligten sich 8 500 Beschäftigte aus 16 Betrieben an Warnstreikaktionen. Den Auftakt machten am Morgen 140 Beschäftigte der Firma Faurecia in Trabitz, die für mehr als zwei Stunden die Arbeit niederlegten. In Aschaffenburg traten 1 200 Beschäftigte der Firma Linde in den Warnstreik. In Augsburg beteiligten sich 3 000 Beschäftigte der Firmen MAN Diesel, manroland AG, und MT Aerospace an einer Kundgebung. In Nürnberg legten 630 Beschäftigte, in Ebern 450 Beschäftigte von FTE und in Mindelheim 800 Beschäftigte des Anlagenherstellers Grob, die Arbeit nieder.

In Niedersachsen und Sachsen-Anhalt  folgten 6 700 Beschäftigte aus 50 Betrieben dem Aufruf der IG Metall. In Osnabrück versammelten sich 2 000 Metaller zu einer Kundgebung. In Göttingen demonstrierten 1 500 Beschäftigte aus 14 Betrieben. In der Region Braunschweig legten 1 400 Beschäftigte der Firmen BHW, Bühler, MKN und Siemens die Arbeit kurzzeitig nieder. Weitere Aktionen gab es in Halle, Lüneburg, Lüchow und Salzgitter.

Im IG Metall-Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen haben sich knapp 3 000 Metaller aus 22 Betrieben an den Warnstreiks beteiligt. Rund 750 Beschäftigte der Berliner Betriebe Assa Abloy, ADC Krone, Biomet, Visteon Deutschland und Hach Lange kam zu einer Kundgebung in Berlin-Zehlendorf. In Brandenburg folgten 850 Beschäftigte der ZF Getriebe GmbH, der TAKRAF Fördertechnik in Lauchhammer sowie von KIROW in Eberswalde dem Aufruf der IG Metall. In Görlitz zogen rund 600 Beschäftigte von Bombardier vor das Werktor. In Dresden demonstrierten rund 500 Beschäftigte aus sieben Betrieben. Bei Continental Automotive in Chemnitz traten 600 Beschäftigte in den Ausstand. Weitere Warnstreiks gab es in Leipzig, Zwickau und Riesa.


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